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Geschichte
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Kopie einer Postkarte aus dem Stadtarchiv

Die ursprüngliche Adresse des Hauses lautete "An der Linde 21".
Es wurde von einer Elisabeth Korttmeyer als "Villa Elisabeth" erbaut, die im Haus einen Pensionsbetrieb unterhielt. Diese Bezeichnung befand sich zumindest außen am Haus, welches mit Vorgarten und Zaun an die zum damaligen Zeitpunkt noch schmale Straße "An der Linde" grenzte, wie sich aus einer historischen Aufnahme, die sich im Stadtarchiv Neubrandenburg befindet, ergibt.

Zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Haus von den russischen Besatzern genutzt und 1946 für 30.000,00 Mark an eine Familie Potratz veräußert.

1974 wurde das Haus dann an den Staat verkauft, woraufhin sich die Nationale Volksarmee in Person des Standortkommandanten und des Standortzuges im Haus etablierte.

Aus diesem Grunde wurde das Haus mit entsprechenden Waschräumen, einer Waffenkammer, Unterkunftsräumen und im Dachgeschoss mit einem Klubraum versehen. Im Keller wurden daneben Zellen eingebaut, in denen der Kommandantendienst, mit heutigen Feldjägern vergleichbar, Soldaten meist bis zur Ausnüchterung oder bis zur Übergabe an deren Einheiten "unterbrachte". Es handelte sich dabei grundsätzlich um Armeeangehörige, die sich im Ausgang bzw. Urlaub nicht ordnungsgemäß verhalten hatten. Nach der Wende wurde das Haus noch vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung genutzt, worauf es nach längerem Leerstand 1998 von den Rechtsanwälten Bockamp und Kunath übernommen wurde, die auch die Initialen "KD" im Gitter der historischen Eingangstür in "BK" änderten und das Haus, welches im inneren Bereich saniert und über eine moderne Haustechnik verfügte, auch im äußeren Bereich renovierten.

Seit dem Jahr 2002 befindet sich im Haus nur noch die Kanzlei Kunath und weitere Räume sind vermietet.

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